Infos zu den Behandlungsterminen
Egal, ob Hund oder Pferd: Ich nehme Sie bei der Behandlung mit. Dazu gehört für mich, Ihnen zu erklären, was ich tue und warum. Ich erkläre Ihnen das Krankheitsbild, dessen Auswirkungen auf den Körper Ihres Tieres und die geeigneten Behandlungsmethoden. Für Ihre Fragen nehme ich mir Zeit und beantworte diese.
Wenn Sie tierärztliche Befunde, Röntgen-, MRT-, CT- und / oder Ultraschallbilder haben, freue ich mich, wenn Sie mir diese zur Verfügung stellen.
Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Tier zum Behandlungstermin sauber und trocken am Behandlungsort ist.
Für Pferde ist es toll, wenn der Behandlungsort nicht die trubelige Stallgasse, sondern ein ruhigerer Ort ohne Durchgangsverkehr und am besten mit weichem Untergrund ist.
Vor jeder Behandlung nehme ich mir Zeit für eine Gangbildanalyse. Beim Pferd brauchen wir dafür einmal eine lange gerade Strecke mit festem Untergrund zum Traben an der Hand und die Option, wenige Minuten links und rechtsrum im Trab auf weichem Boden zu longieren. Ggf. nutze ich ergänzend das objektive Ganganalysetool Sleip. Objektive Ganganalyse bedeutet, dass ein Sensor (im Falle von Sleip geschieht dies mit Hilfe der Kamera meines Smartphones in der entsprechenden App) die Bewegung des Pferdes misst und diese Daten am Ende der Messung darstellt. Asymmetrien oder Lahmheiten werden klar dargestellt, dennoch müssen die Daten interpretiert und in den richtigen Kontext gesetzt werden.
Grund für die Nutzung der objektiven Ganganalyse ist die Tatsache, dass wir viele geringgradige Lahmheiten mit dem bloßen Auge kaum erkennen können (die ersten 20 % Abweichung von der Norm) oder bei Mehrbeinlahmheiten subjektiv schwer zu sagen ist, welches Bein nun primär das Problem sein könnte. Ein weiterer Aspekt ist, dass (studiengestützt) festgehalten wurde, dass die Übereinstimmungen unter mehreren TierärztInnen / TherapeutInnen zur Einschätzung eines Gangbildes bei ein und demselben Pferd selten deckungsgleich sind - unabhängig vom Erfahrungsschatz. Für TierärztInnen kommt die objektive Ganganalyse auch dann zum Einsatz, wenn es um das Anästhesieren bei geringgradigen Lahmheiten geht. Verbesserungen, die mit dem bloßen Auge wieder kaum wahrnehmbar wären, fallen dem Sensor auf. Außerdem ist ein langfristiges Monitoring des Gangbildes des Pferdes über regelmäßige Messungen möglich und damit ein weiteres Tool zur Früherkennung der Entstehung von Asymmetrien / Lahmheiten.
Keinesfalls handelt es sich um eine lapidar angewandte KI. Das Forschungsfeld zum Thema objektive Ganganalyse wächst und so neu ist das ganze auch gar nicht. So gibt es große Kliniken, die schon seit vielen Jahren das stationäre Motion Capture System Qualisys nutzen. Sleip ist gegen dieses System validiert. Die Equine Gait Analysis Society (EGAS) beschäftigt sich ausgiebig mit dem Thema Ganganalyse des Pferdes und der entsprechenden Tools für die objektive Ganganalyse. Für TierärztInnen besteht die Option einer Zertifizierung.
Bei jeder Behandlung kann ich auf eine Vielzahl an Tools und Behandlungstechniken zurückgreifen. Dabei kommen nie alle Techniken in einer Behandlung zum Einsatz. Ich schaue gezielt danach, was ihr Tier braucht und was es akzeptiert. Lehnen Tiere z.B. ein Dry Needling ab, kann ich auf das Novafon oder Techniken aus der manuellen Therapie zurückgreifen. Ggf. macht es Sinn, ihr Tier nach der Behandlung noch weiter mit einem Kinesiotaping zu unterstützen. Diese Entscheidungen treffe ich von Fall zu Fall und begründe Ihnen gegenüber meine Entscheidung.